Ich fange mit simplen Dingen an und ende im Chaos.
So ist das bei mir. Auf der Suche nach Streichhölzern finde ich Bilderrahmen, die ich schon lange mit Fotos bestücken wollte. Wo waren noch die Bilder aus dem letzten Urlaub? Ich glaube in der Schublade. Da ich am suchen, stöbern und nicht-das-finden-was-ich-brauche bin, bleibt alles offen, auf dem Boden, dort wo ich es für sinnvoll erachte. Einen Stapel mit schönen Bilder für die Rahmen, einen mit den schönen, die es aber nicht an die Wand schaffen und einen mit denen, die in den Müll wandern. Oh, noch ein Umschlag mit Bilder.
Wieder ein Stapel. Wieder Chaos.
Achja, die Streichhölzer, wofür brauche ich die noch? Kerzen, klar. Da kann ich ja gleich die verpackten Kerzen aufmachen. Und schups landet Plastikverpackung im Zimmer. Den Aufkleber der frisch geöffneten Yankee Candle muss ich natürlich archivieren und suche mein Leuchtturmbuch. Noch mehr geöffnete Schubladen. Wenn ich hier gerade stehe kann ich die Deko ja mal umräumen. Brauch ich das überhaupt noch? Neee. Außerdem sieht das Licht gerade so schön aus, wo ist die Kamera?
Noch ein angefangenes Projekt.
Toll, jetzt hab ich sie gefunden, aber mein Zimmer ist zu unordentlich, also mache ich das morgen. Was wollte ich gerade tun? Stimmt, die Bilderrahmen. Einige Bilder passen nicht in die Rahmen, da sie zu groß sind.
Schnipsel fallen auf den Boden.
Jaja, so ist das bei mir. Ich wusele hin und her, mit 100 Ideen im Kopf und weiß nicht, welche ich zu erst anfangen oder beenden soll. Trotzdem habe ich meine Ordnung im System. Irgendwie finde ich es schön, trotz des Chaos Dinge zu entdecken, die ich sonst nicht gefunden hätte und ohne die ich nicht auf neue Ideen gekommen wäre. Die hohe Kunst: in der Unordnung organisiert sein und das ist meine Königsdisziplin.