Seit drei Jahren verbringen wir hier schon unseren Sommer. In Häven. Abgeschieden von der Außenwelt. Mehr Pferde als Einwohner. Das Nichts im Nirgendwo.
Ganz so dramatisch ist es nun auch nicht, aber immerhin gibt es keinen Handyempfang, was für die meisten Menschen ja ohnehin das Aus bedeutet. Von Nachts auf dem erwärmten Asphalt liegen und Sterne beobachten (das kann man in Häven am besten! Es gibt ja kein Licht weit und breit) bis zu langen Ausritten um den Keezer See. Häven bedeutet für mich Sommer und Freiheit. Ohne Muddi mit der besten Freundin einfach mal machen. Einfach mal um 2 ins Bett und um 7 wieder aufstehen, weil die Pferde ja versorgt werden müssen. Einfach mal den Alltag vergessen, das Handy liegen lassen. Einfach mal vom Steg ins Wasser springen und den Herzinfarkt riskieren. Einfach mal eine Woche nicht in den Spiegel gucken und die hässlichsten Klamotten tragen, die man besitzt. Einfach mal nur Barfuß rumrennen und sich an den Steinen weh tun. Einfach mal Dinge erleben, die nicht auf Snapchat oder Instagram oder Facebook verbreitet werden. Erinnerungen erschaffen, die man nur im Kopf und nicht auf der SD-Karte hat. Das ist für mich Sommer.
In diesem Post sind keine großartig tollen Bilder. Sie sollten euch eigentlich nur ein paar Eindrücke aus Häven zeigen, die Fotos haben mehr Hintergrund als "Chic". Das Foto von der Bank ist zum Beispiel auf einem wunderschönen Wanderritt entstanden, es war unglaublich warm und wir haben eine kleine Picknick-Pause gemacht. Die Töpfe stehen für, wer hätte es gedacht, unser Essen. Traditionell gibt es Nudeln mit Käsesoße, was wir inzwischen schon nicht mehr sehen können. Aber es gehört dazu, ebenso wie Ice-Bonbons und Karamellwaffeln.
Was gehört für euch zum Sommer? Habt ihr auch solche Orte oder Menschen, mit denen ihr dieses Freiheits-Sommer-Gefühl habt?